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Stadtteil Astfeld
© Stadt Langelsheim 

Astfeld und Herzog Juliushütte

Astfeld

Der Ort Astfeld ist über 1000 Jahre alt. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1178 als "Asvelde". Ob die Gründung ,,feld" im karolingischen Zeitalter als Viehhof-Versorgungsstelle der Karolingischen Kansteinburg, mit der Erzverhüttung um 970 oder dem Sitz eines königlichen Forestarius (Forstamt) mit der Sudburg bei Oker im Zusammenhang steht, ist nicht erwiesen.

In Dunkel gehüllt ist auch das erste Auftreten der Ritter von Astvelde und die Entstehung des Edelhofes und späteren Rittergutes.

Über die Jahrhunderte wechselten die Besitzverhältnisse am Rittergut Astfeld häufig. Besonders prägend für die Astfelder Geschichte bleibt der Rittergutsbesitzer Carl Mackensen mit seiner Familie. Er erwarb das Rittergut im Jahr 1842. Carl Mackensen machte dem Gut vorwiegend durch eine erfolgreiche Pferdezucht (ausschließlich Rappen) einen Namen. Mackensen und seine Nachkommen wurden 1888 von Prinz Albrecht von Preußen in den Adelsstand erhoben und führten fortan den Familiennamen Mackensen von Astfeld. In der St. Laurentius-Kirche Astfeld erhielt die Familie eine Familienloge und als Erbbegräbnis eine begehbare Familiengruft. Im Jahr 1917 wurde das Gut von den letzten Eigentümern der Familie (Iwan und Hans Mackensen von Astfeld) veräußert. Letzte Eigentümerin wurde 1950 die Braunschweigische Siedlungsgesellschaft, die das Gut schließlich in der Zeit zwischen 1950 und 1952 in 11 Bauernhöfe, 17 Kleinsthofsiedlungen, 5 Gärtnerstellen und 34 Nebenerwerbsstellen aufsiedelte.

Das ehemalige Gutshaus befindet sich heute in Privatbesitz. Die sehenswerte Toreinfahrt konnte erhalten werden. Ein Kleinod stellt der jetzt in städtischem Eigentum befindliche Gutspark mit seinem seltenen Baumbestand dar. Im Rahmen der Pflegemaßnahmen ist die Stadtverwaltung sehr darum bemüht, unvermeidliche Fällungen im historischen Baumbestand durch Anpflanzungen der gleichen Baumart auszugleichen.

Gern genutztes Ausflugsziel, nicht nur für die Astfelder Bevölkerung, ist die 1969 von den Harzwasserwerken gebaute Granetalsperre. Sie liegt oberhalb von Herzog Juliushütte und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen oder Fahrradtouren ein. Der Rundweg ist ca. 17 Kilometer lang. Als Trinkwassertalsperre ist Wassersport auf dem Granestausee nicht gestattet.

Geschichte zum Anfassen können Sie in den Astfelder Heimatstuben erleben. In der ehemaligen Gemeindeverwaltung wurde 1973 ein ländliches Heimatmuseum eingerichtet. Ausgestellt werden hier Dinge des täglichen Lebens und aus der Arbeitswelt der Astfelder Vorfahren. Urkunden und Dokumente ergänzen die Sammlung. Besonders sehenswert ist aber auch die mehr als 1000 Fotos umfassende Sammlung mit historischen Aufnahmen aus Astfeld und Herzog Juliushütte.

Herzog Juliushütte

Der erst 1909 als politische Gemeinde gegründete Ortsteil Herzog Juliushütte wurde am 01.01.1970 nach Astfeld eingemeindet. Der gleichnamige Hüttenbetrieb hatte seine fast 400 Jahre bestehende Produktion bereits 1969 eingestellt. Verarbeitet wurden dort über Jahrhunderte überwiegend die Bleierze des Goslarer Rammelsberges (heute Weltkulturerbe). Nach Schließung der Herzog Juliushütte siedelte sich auf dem Gelände eine Produktion für Seltenmetalle an.

Ortswappen

Die früher selbstständige Gemeinde Astfeld gab sich 1969 ein eigenes Gemeindewappen. Es zeigt im goldenen Schild zwei schwarze, aneinanderliegende Lilienäste. Das Motiv wurde in Anlehnung an das Wappen im Urkundensiegel des Bertrammi de Astvelde von 1328 gewählt. Als Flaggenfarbe wurde 1969 schwarz-gelb mit einer Abbildung des Ortswappens festgelegt.

 

Bilder

Kontakt

Dr. Günther Frey
Ortschronist im Stadtteil Astfeld