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Heimatmuseum Langelsheim
© Stadt Langelsheim 

Rundgang Obergeschoss

Im oberen Flur befindet sich eine Bergwerks- und Hüttenvitrine, die dem in allen Langelsheimer Stadtteilen zahlreich vertretenen Berufsstand der Berg- und Hüttenleute ebenso gewidmet ist, wie den inzwischen stillgelegten Bergwerken und Hüttenbetrieben in unserer Stadt.

Dieser historische, heimatkundliche Bereich ist deshalb auf eine Vitrine beschränkt, weil sich das Bergbaumuseum "Lautenthals Glück" im Stadtteil Bergstadt Lautenthal ausführlich diesem Thema widmet. Auch die städtischen Heimatstuben im Stadtteil Astfeld enthalten einen Hüttenraum.

Die weiteren Vitrinen zeigen die Sammlung der steinzeitlichen Funde aus dem Ausgrabungsgebiet Langelsheim-Röseckenbrink, eine Sammlung von Lampen und Laternen sowie eine Auswahl Tongeschirr aus verschiedenen Herstellungsgebieten.

Ostdeutscher Heimatraum

Der ostdeutsche Heimatraum enthält eine Anzahl Dokumente und Gegenstände, vorwiegend aber Bilder und Karten. Er ist als Reminiszenz an rund ein Drittel der Langelsheimer Mitbürger gedacht, die selbst oder deren Vorfahren aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stammen.

Herausragende Ausstellungsstücke des ostdeutschen Heimatraumes von besonderem volkskundlichen Wert sind eine oberschlesische Turnerfahne und ein Rominter Hirschgeweih. Aber auch andere Gebrauchsgegenstände, wie Bunzlauer Tongeschirr, Andenken- und Erinnerungsstücke aus dem deutschen Osten, sind von historischer Bedeutung. Über allem wacht Rübezahl, der Berggeist des Riesengebirges.

Bürgerstube

Hier sind Möbel und Einrichtungsgegenstände zu einem Wohnraum zusammengetragen, wie er bis weit in das 20. Jahrhundert hinein die „gute Stube“ darstellte, die auf dem Lande nur an Feiertagen und zu besonderen Anlässen benutzt wurde.

Ein Kachelofen ziert den Raum. Der Vitrinenschrank enthält Silberhochzeitsgeschirr und andere Kostbarkeiten. Über dem Sofa durften eine Wanduhr und Opas Soldatenbilder sowie andere Familienfotos nicht fehlen.

Von besonderem heimatkundlichen Wert sind eine Anzahl Harzer Trachtenzeichnungen des 1975 verstorbenen Goslarer Kunstmalers und Bildhauers Rudolf Nickel, von denen sich im Heimatmuseum insgesamt zehn befinden.

In der anheimelnden Atmosphäre der Bürgerstube werden seit einigen Jahren auf Wunsch auch Trauungen des Standesamtes Langelsheim abgehalten.

Schlafkammer

Wie eine bürgerliche Schlafkammer etwa aussah, soll hier nachvollzogen sein. Die Betten enthalten Strohsäcke und handgewebte Leinenbezüge. Herausragend ist ein antiker Bauernkleiderschrank, der auch einige rar gewordene Harzer Kleidungsstücke, sogen. „Nennen“ enthält; das sind Umhänge für Frauen zum gleichzeitigen körpernahen Miteinwickeln eines Kleinkindes, daher auch Kindermantel genannt (siehe dazu Zeichnung Nickel in der Bürgerstube).

An einer antiken Spiegelkommode machte sich möglicherweise die Dame des Hauses zurecht.

Besondere Aufmerksamkeit verdient außerdem eine Vitrine mit einer umfangreichen Wärmflaschensammlung.

Spinn- und Webstube

Dieser zweigeteilte Raum enthält fast lückenlos alle Geräte, die früher zur Flachsbearbeitung, zum Spinnen und Weben bis hin zur Aussteuertruhe nötig waren. Eine Anzahl Bügeleisen verschiedenen Typs in einer Wandvitrine lässt erkennen, welche Entwicklung diese Haushaltsgeräte genommen haben. Ebenso sind Wäschemangeln fortentwickelt worden. Das Heimatmuseum Langelsheim zeigt diese Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren, von der Kastenwäschemangel über die Tischmangel bis zur Bockmangel, die noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts benutzt wurde.

Eine besondere Zierde dieses Raumes ist die Langelsheimer Trachtengruppe in der Harzer Spinnstube. Die von den Langelsheimern im 19. Jahrhundert getragene Kleidung ist nach einer Darstellung des Goslarer Bildhauers und Kunstmalers Rudolf Nickel, 1890 - 1975, nachgefertigt worden.

Harzer Forstraum

In einem Diorama mit Bäumen und einer Köhlerköte werden auf engem Raum mit Inanspruchnahme der Wände fast 100 präparierte Tiere - davon dreiviertel Vögel - unserer Heimat gezeigt.

Eine besonders naturgetreue Darstellung zeigt die Tiergruppe der Rotfuchsfähe mit ihren Jungen vor dem Fuchsbau. Auch fehlt nicht der seltene Luchs.

In zwei Vitrinen befinden sich weitere Tiere, Jagdwaffen sowie Gegenstände und Dokumente aus den Bereichen Wald, Wild und Jagd. Handwerkszeug und Gerät aus der Arbeit in der Forst sowie eine Anzahl Tierfangeisen und -fallen ergänzen die Sammlung.

Besondere Aufmerksamkeit als Harzer Brauchtum verdient die an der Köhlerköte angebrachte Hillebille, ein altes Harzer Nachrichtengerät.

Handwerkertrakt

Im kleinen Handwerkerraum ist mit einer kombinierten Schuster- und Sattlerstube in einer niedrigen Kate die Darstellung von Handwerksidylle am ehesten gelungen. Auf je einer Raumseite sind hier die Arbeitsplätze dieser rar gewordenen Handwerke dargestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beleuchtung des Schustertisches mit der Schusterkugel.

Der große Handwerkerraum enthält abgeteilt eine Stellmacherwerkstatt, die auch Werkzeuge anderer Holz bearbeitender und verarbeitender Handwerke, wie die des Tischlers, Drechslers und Böttchers enthält. Den Handwerksberufen des Mollenhauers und des Korbflechters ist eine gemeinsame Werkstatt gewidmet, die die Herstellung dieser Erzeugnisse veranschaulichen soll.

Andere Handwerksberufe, wie Bäcker, Imker, Zigarrenmacher, Steinhauer und Ziegler, sind mit einigen Ausstellungsstücken aus früherer Zeit vertreten.

 

Bilder

Kontakt

Marcel Weinhold
Amt für Ordnung und Soziales
Schulen, Jugend, Sport, Kultur, Rentenangelegenheiten
Telefon: 05326 504-47
Fax: 05326 504-44
E-Mail oder Kontaktformular
Walter Bosse
Museumsbeauftragter

Dokumente

weitere Infos

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum Langelsheim ist

  • jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 10.30 - 12.00 Uhr
  • jeden 2. und 4. Samstag im Monat von 15.00 - 17.00 Uhr

für Besucher geöffnet.

Sonderführungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten können Sie jederzeit gern mit Herrn Walter Bosse unter der Telefonnummer 05326 1786 vereinbaren. Dies gilt auch für die Sommerpause, während der das Museum in den Monaten Juli und August geschlossen ist.

Der Eintritt in das Heimatmuseum ist kostenlos. Eine Spende für den Erhalt wird jedoch erbeten.